Bayliner 642 Cuddy

 

Die 642 Cuddy gilt als Bestseller-Modell aus Bayliners aktueller Daycruiser-Kollektion. Während des SKIPPER-Praxistests auf der Havel soll das sehr geräumige GFK-Sportboot seine Talente demonstrieren.


Bayliner Marine, gegründet im Jahre 1957 und seit 1986 einer der »maritimen Eckpfeiler« des Brunswick-Konzerns, gehört nach wie vor zu den populärsten amerikanischen Bootswerften. Rund 400 autorisierte Fachhändler, allein neun davon im Bundesgebiet, sind in das weltweite Vertriebsnetz eingebunden. Die heutige Bayliner-Range besteht aus fünf Bauserien und umfasst 24 Bootstypen in Längen von 4,92 bis 9,91 m. Gleich mehrere speziell für den europäischen Markt entwickelte Modelle stammen aus polnischer Produktion. So zum Beispiel unsere 6,53 x 2,44 m messende Testkandidatin, die in der Woiwodschaft Podlachien, genauer gesagt, in der international anerkannten Slepsk-Werft auf Kiel gelegt wird. Das florierende Bootsbauunternehmen aus Augustów kann auf langjährige Geschäftsbeziehungen mit Brunswick und anderen westlichen Herstellern verweisen. Von Slepsk ge-fertigte Konstrukte findet man daher im Sortiment der allseits beliebten Brunswick-Fabrikate Sea Ray, Arvor und Quicksilver.

Doch zurück zur Bayliner 642 Cuddy, die im Herbst 2012 debütierte und seitdem auf allen wichtigen deutschen Wassersportmessen zu bewundern war. Der von Hand laminierte Daycruiser glänzt zunächst, und dies im wahrsten Sin-ne des Worten, mit einem makellosen Gelcoat-Finish. Hinzu gesellen sich passend dimensionierte Edelstahl-Beschläge, die ausnahmslos an jenen Stellen zu finden sind, an denen man sie in der Praxis als notwendig erach-tet. Die nach der CE-Norm C für sieben Personen oder 560 kg Zuladung ausgelegte Probandin wird generell mit MerCruiser-Technik angeboten, wobei die bewährten vier- und sechszylindrigen Benziner sowie ein 125 kW (170 PS) leistender Zweiliter-Turbodiesel zur Disposition stehen. Alle genannten Aggregate werden mit Alpha-One-Z-Drives kombiniert. Bevor wir am Vorführsteg des Berliner Testboot-Lieferanten Bootscenter Keser die Leinen lösen, gilt es, die Innenarchitektur des unbelastet genau 1.320 kg schweren Kunststoff-Gleiters aus der Nähe zu betrachten. Über den ausladenden, stolze 60 cm tiefen und mit einer Teleskop-Badeleiter versehenen Hecksteg gelangt man ins selbstlenzende Cockpit, das von bis zu 83 cm hohen Bordwänden flankiert wird und der Besatzung reichlich Bewegungsfreiheit bietet. Oberhalb des Maschinenabteils gibt es eine 197 x 66 cm große Sonnenliege mit aufstellbarem Kopfteil.

 

Die mit kräftigen Zugfahrzeugen problemlos trailerbare 642 Cuddy, die übrigens in mehreren kontrastreichen Farbkombinationen erhältlich ist, überzeugt in erster Linie durch ihr hervorragendes Platzangebot. Diese Feststellung gilt gleichermaßen für den Cockpit- und Kabinenbereich. Bezüglich der Motorisierung favorisieren wir, nicht zuletzt aufgrund des ausgewogenen Preis-Leistungsverhältnisses, den vorab thematisierten MerCruiser-V6-Benziner vom Typ 4.3 MPI 220. Für eingefleischte Diesel-Fans könnte auch der QSD 2.0 eine Überlegung wert sein, doch es lohnt ein Blick auf die Preisliste: Mit dem gefahreren Dreiliter-Benziner kostet das Boot 32.432 Euro, inklusive des V6 im Heck sind es 37.571 Euro, und die Selbstzünder-Variante wechselt für 49.009 Euro den Besitzer.

Quelle: www.skipper-bootshandel.de

Bayliner 642 Cuddy