Bayliner VR 5


Sebastian Gollasch am 29.08.2016


Viel Platz auf wenig Boot – Einsteiger und große Familien werden gleichermaßen von der Bayliner VR5 angesprochen


Die VR5 gehört zur neuesten Bowrider-Modellreihe der amerikanischen Werft Bayliner. Sie zielt auf Eigner, die trotz geringer Bootslänge viel Bewegungsraum haben möchten. Im Fall der VR5 (6,20 m x 2,55 m) sind bis zu acht Crew-Mitglieder zugelassen, die man an Bord nehmen kann, ohne dass sie sich bedrängt fühlen müssen.

Und wie schafft man hinsichtlich kleiner Bootsmaße "großen Raum"?

Das Herzstück ist dabei der Bug, er ist an der Spitze extrem breit gehalten, sodass Sitz / Liegeflächen nicht, wie bei herkömmlichen Bowridern, eng zusammen sondern fast komplett parallel verlaufen.

Auf diese Weise kann man bequemer am Bugtisch sitzen. Noch deutlicher bemerkbar macht sich der Platzgewinn nach dem Umbau des Bugs zur geschlossenen Liegefläche. Das dafür benötigte Einlegepolster findet man auf der kostenpflichtigen Zubehörliste. Standard hingegen ist bei der VR5 die wandelbare L-förmige Cockpitsitzgruppe.

Durch Umlegen der Beifahrer-Rückenlehne erhält man eine weitere vollwertige Sonnenliege. Doch damit nicht genug: Im Heck der Bayliner gibt es noch eine für kleine Sportboote mit Innenborder typische Hecksonnenliege, unter der sich Motor und Stauraum befinden.

Die VR5 gehört zur neuesten Bowrider-Modellreihe der amerikanischen Werft Bayliner. Sie zielt auf Eigner, die trotz geringer Bootslänge viel Bewegungsraum haben möchten. Im Fall der VR5 (6,20 m x 2,55 m) sind bis zu acht Crew-Mitglieder zugelassen, die man an Bord nehmen kann, ohne dass sie sich bedrängt fühlen müssen.

Und wie schafft man hinsichtlich kleiner Bootsmaße "großen Raum"? 

Das Herzstück ist dabei der Bug, er ist an der Spitze extrem breit gehalten, sodass Sitz-/Liegeflächen nicht, wie bei herkömlichen Bowridern, eng zusammen, sondern fast komplett parallel verlaufen. Auf diese Weise kann man bequemer am Bugtisch sitzen.

Noch deutlicher bemerkbar macht sich der Platzgewinn nach dem Umbau des Bugs zur geschlossenen Liegefläche. Das dafür benötigte Einlegepolster findet man auf der kostenpflichtigen Zubehörliste. Standard hingegen ist bei der VR5 die wandelbare L-förmige Cockpitsitzgruppe. Durch Umlegen der Beifahrer-Rückenlehne erhält man eine weitere vollwertige Sonnenliege.

Doch damit nicht genug: Im Heck der Bayliner gibt es noch eine für kleine Sportboote mit Innenborder typische Hecksonnenliege, unter der sich Motor und Stauraum befinden.

Beim Thema Trailern zeigt sich ein Vorzug der kompakten Abmessungen der Bayliner. Sie ermöglichen einen sondergenehmigungsfreien Transport auf der Straße. Hierfür wird ein Tandemtrailer benötigt, der mindestens 1800 kg Nutzlast haben sollte, plus das passende Zugfahrzeug – und natürlich darf auch der entsprechende Führerschein für das Gespann nicht fehlen.

Bayliner VR5

Motorisiert ist unser Testboot mit dem stärksten angebotenen "Kraftpaket", dem Mercury 4.3 MPI mit Alpha-One-Z-Antrieb. Er leistet aus seinen sechs Zylindern 220 PS und bringt die VR5 auf eine Spitzengeschwindigkeit von 45 kn. Der Drehzahlmesser zeigt dabei 4700 U/min. Ein passender Wert, wenn man bedenkt, dass der Mercury seinen Volllast-Drehzahlbereich zwischen 4400 und 4800 U/min hat.

So kann man sagen, dass der Testpropeller (3 x 13 3/4" x 21") gut zu unserer Testbeladung mit zwei Personen und 1/4 Tank passt. Fährt man oft mit mehr Leuten, Ausrüstung und Kraftstoff, wäre ein 3 x 13 3/4" x 19" eine gute Alternative. 

Die Reichweite bei der Höchstgeschwindigkeit beträgt mit einer Tankfüllung des 132 l fassenden Kraftstofftanks 85 sm, bis es an die 15-%-Reserve geht. Fast 30 sm mehr Fahrstrecke erreicht man rechnerisch im wirtschaftlichen Gleitbereich, sprich 2500 U/min oder 20 kn.

Angesichts der von BOOTE geforderten Mindestreichweite von 100 sm ein guter Wert, zumal es sich um die maximale Motorisierung handelt. Mindestens genauso gut schneidet die Bayliner bei der Geräuschmessung ab. Der Schallpegel am Fahrstand bleibt im wirtschaftlichem Bereich mit 77 dB/A unterhalb der BOOTE-Komfort-Obergrenze (80 dB/A). 

Beim Manövrieren und Fahren zeigt sich die VR5 von einer "gutmütigen" Seite. Soll heißen: Vollkreise mit Leerlaufdrehzahl und vorwärts eingelegter Schaltung betragen zu beiden Seiten 1 1/2 Bootslängen. Mit 1 1/4 Bootslängen Durchmesser fallen die Vollkreise in Rückwärtsfahrt noch etwas kleiner aus.

Den Übergang von Verdränger- in Gleitfahrt absolviert das Boot zwischen 1400 und 2500 U/min.

Dabei steigt der Bug und versperrt kurzzeitig die Voraussicht. Auf dem "Gipfel der Harmonie" läuft der Bowrider, wenn der Drehzahlmesser 3000 U/min (27 kn) anzeigt. Im Volllastbereich geht es weiterhin sicher zu. Die immer enger werdenden Kreise enden, da der Propeller keine Luft zieht, wenn der Skipper die Lenkung wieder öffnet. Beim Slalomfahren folgt der Rumpf schnell und sauber jeder Lenkbewegung, ohne sich aufzuschaukeln.

Bei den Themen Verarbeitung, Ausstattung und Sicherheit zeigen sich Plus und Minus. So ist die Verarbeitung auf einem hohen Niveau. Dafür gibt es nach wie vor weder Kompass noch Handlenzpumpe und BSH-Beleuchtung.

Die nach hinten abfallende Badeplattform ist uns „direkt aufgefallen": Beim Betreten von der Seite verliert man nämlich schnell mal das Gleichgewicht – hinsichtlich der Sicherheit an Bord ein Negativ-Punkt. Zudem krängte unser Testkandidat zur Steuerbordseite, was sich in Verdrängergeschwindigkeit stärker bemerkbar machte. Die Rückfrage beim Händler ergab, man wolle sich mit der Werft kurzschließen und prüfen, ob das Krängen ein Einzelfall sei und wie es gegebenenfalls zu beheben wäre. 


Quelle: www.boote-magazin.de